Eine inszenierte Annäherung an häusliche Gewalttäter
In einer Laborsituation
mit echten Gewaltberatern und (echten) Schauspielern zeigt Calle Overweg
Männer
bei dem Versuch aus der Spirale ihrer Gewalt auszubrechen.
Die in diesem Film gezeigten Fälle sind nach langer Recherche frei erfunden.
Fachleute für häusliche Gewalt haben außerdem dafür gesorgt,
dass die dargestellten Männer den Wirklichen gleichen. Ähnlichkeiten
mit lebenden Personen sind beabsichtigt.
Überraschend am Verfahren des Films ist die Authentizität, zu der
Schauspieler durch Improvisation zu diesem Thema gelangen. Die eigene Beziehungserfahrung
scheint zu reichen, um in die Rolle des Gewalttäters zu schlüpfen.
So entspricht der häusliche Gewalttäter auch im richtigen Leben viel
mehr "ganz normalen Männern" als unserem Klischee. Er ist weder
asozial noch rüpelhaft, er ist kein tätowierter Prolet. Das Problem
häuslicher Gewalt lässt sich keiner Randgruppe zuordnen.
Preis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm
(3Sat) 2003
Produktion:
MMM Film GmbH
Regie:
Calle Overweg
Länge:
52 Min
Genre:
Docu-Drama
Format:
Digi-Beta
Produzentin:
Ulrike Zimmermann
Darsteller:
Michael Baral, Hermann Killmeyer, Arnold Dammann, Frank Meyer-Brockmann,
Burkhard Oelemann, Joachim Lempert